Evaluation des GTZ-Projekts „Umweltmanagement für Stadtentwicklung, Thailand“
Zwischen Oktober 2005 und Januar 2006 (Feldphase 14. bis 29.11.2005) wurde eine Ex-post Evaluierung der dritten Phase des GTZ-Vorhabens „Umweltmanagement für Stadtentwicklung in Thailand“ (1997-2000) durchgeführt. Inhaltlich ging es um die Untersuchung und Bewertung der Nachhaltigkeit von Projektwirkungen fünf Jahre nach Abschluss des Vorhabens. Ein besonderes Augenmerk wurde auf den Projektbeitrag zur Erreichung der Millenium Development Goals gelegt. Daneben wurden der Mehrebenenansatz, die Mehrdimensionalität und die Synergieeffekte bewertet. Methodisch handelte es sich um eine von vier Pilotstudien, mit denen das neue Ex-post Evaluierungsverfahren der GTZ getestet und kritisch hinterfragt werden sollte.
In der Feldphase wurden drei der fünf Projektstädte besucht (Kanchanaburi, Lamphun und Sri Racha). Sowohl auf nationaler Ebene als auch in den drei Städten wurden jeweils etwa ein Dutzend Expertengespräche durchgeführt. In den Städten wurde zudem versucht, die zu Beginn des GTZ-Projektes vorgenommenen Stadtbegehungen zu replizieren. Darüber wurde ein Großteil der noch existierenden Demonstrationsvorhaben besucht. Schließlich wurden neben den bei der GTZ vorhandenen Projektmaterialien allgemeine und spezifische Informationsmaterialien zu landesweiten Veränderungen in den Bereichen Umwelt und Stadtplanung sowie zur lokalen Situation in den drei untersuchten Städten analysiert.
Evaluierung ASEAN Industrielle Biotechnologie und Umweltmanagement (EIBUM)
Im Auftrag der Internationalen Weiterbildungs- und Entwicklungs gGmbH (InWEnt) wurden fünf Langzeit-Programme in den Bereichen der industriellen Biotechnologie, des industriellen Umweltschutzes sowie des Instandhaltungs- und Anlagenmanagements in sechs ASEAN-Staaten evaluiert.
Ziel der Evaluation war es, Erkenntnisse über die Stärken und Schwächen (Inhalt, Aufbau, Organisation, Abwicklung etc.) der Trainingsprogramme unter Berücksichtigung der politisch-institutionellen Rahmenbedingungen zu gewinnen. Dementsprechend wurde eine angemessene programmübergreifende Bewertung der Qualität und des Nutzens der Programme (Planung, Vorbereitung, Durchführung, Ergebnisse) und seiner Projekte / Maßnahmen vorgenommen. Die Zusammenfassung der verschiedenen Programmevaluationen erfolgte primär aufgrund der Gesamtzielstellung. Die Komplexität und thematische Vielfalt boten neben den strukturellen und regionalen Gemeinsamkeiten die Basis zur Erlangung von verallgemeinerbaren Ergebnissen für den Aufbau, die Organisation und praktische Durchführung von komplexen Programmen / Projekten der Entwicklungszusammenarbeit (EZ). Die komparative Evaluation hinsichtlich Themenbezug, Programmstruktur oder Budget ähnlich gelagerter Programme weiterer EZ-Organisationen war ebenfalls Zielstellung der Evaluation.
Evaluation des Reintegrationsprogramms des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED)
Der EED bietet in Deutschland lebenden Fachkräften aus Afrika, Asien und Lateinamerika, die auf Dauer in ihr Herkunftsland zurückkehren möchten ein Reintegrationsprogramm an. Dafür bietet es Bewerber:innen, die in Kürze ihre Ausbildung oder ihr Studium in Deutschland abschließen und noch keine oder nur geringe Berufserfahrung von weniger als zwei Jahren erworben haben, Beihilfen, wenn sie eine entwicklungspolitische Tätigkeit in ihrem Heimatland aufnehmen. Zu den Leistungen des Programms gehören neben der eigentlichen Reintegrationsbeihilfe, eine Ausreisebeihilfe, die Erstattung der Reise- und Gepäcktransportkosten, die soziale Sicherung im Heimatland sowie ein Kaufkraftausgleich. Voraussetzung für eine Förderung ist, dass die Bewerber:innen sich in Deutschland bereits mit entwicklungspolitischen Fragen auseinandergesetzt haben und dass bei einer überseeischen (Partner-) Organisation ein geeigneter Arbeitsplatz zur Verfügung steht.
Ziel der Evaluation war eine Wirkungsanalyse, in der die Erfolge bei der Reintegration von Fachkräften und die entwicklungspolitischen Implikationen des Programms untersucht werden. Dabei wurde einerseits der Frage nachgegangen, was das Reintegrationsprogramm in Bezug auf die soziale und berufliche Reintegration von Fachkräften in ihrem Herkunftsland leistete. Andererseits stand der Beitrag des Reintegrationsprogramms für die entwicklungspolitische Arbeit der Partnerorganisationen des EED im Vordergrund. Mit Hilfe quantitativer und qualitativer empirischer Methoden wurden dazu Daten von Reintegranten sowie deren (ehemaligen) Arbeitgebern erhoben. Als Instrumente kamen neben standardisierten schriftlichen Befragungen leitfadengestützte Intensivinterviews, Fallstudien und sekundäranalytische Verfahren zum Einsatz. Die Studie war weltweit ausgelegt, wobei der Fokus auf Afrika gerichtet wird.
Entwicklung eines Monitoringsystems für das vietnamesisch-deutsche Berufsbildungsprogramm in Vietnam
Beratung des Berufsbildungsprogramms „Verbesserung von Leistungsfähigkeit und Nachfrageorientierung der Aus- und Fortbildungsstätten des vietnamesischen Berufsbildungssystems“ in Hanoi/Vietnam bei der Entwicklung eines Monitoringsystems und der Planung und Durchführung einer Tracer-Study und Betriebsbefragung.
Einführung eines Monitoring- und Evaluationssystems in einem Berufsbildungsprojekt der deutsch- ägyptischen Entwicklungszusammenarbeit
Entwicklung und Implementation eines Monitoring- und Evaluationssystems für die Mubarak-Kohl-Initiative zur Einführung einer dualen Berufsausbildung in Ägypten.
Evaluation der internationalen Sur-Place-Stipendienprogramme der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. in ausgewählten Ländern
Die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) fördert mit Hilfe ihrer Stipendienprogramme die Aus- und Fortbildung von Fach- und Führungskräften aus Entwicklungsländern sowie aus den Transformationsstaaten Mittel- und Südosteuropas. Ziel der Maßnahme ist es, die Leistungsfähigkeit der lokalen Partnerorganisationen zu stärken und Persönlichkeiten zu fördern, die für die Projektarbeit wichtig sind bzw. von denen erwartet werden kann, dass sie als Multiplikatoren oder Stützpunkte wirken.
Aufgabe der Evaluation war eine Bewertung der internationalen Stipendienprogramme der Stiftung für den Förderzeitraum von 1998 bis 2006 und die Entwicklung handlungsorientierter Empfehlungen für den Einsatz des Programms in den kommenden Jahren. Hierfür wurden vier Länderfallstudien in Afrika (Südafrika), Asien (Vietnam und Kambodscha), Europa (Russland und Bosnien-Herzegowina) und Lateinamerika (Argentinien und Chile) durchgeführt. Die Evaluationsergebnisse wurden nicht nur in Form einzelner Fallstudien sondern auch vergleichend in einem zusammenfassenden Synoptischen Summary dokumentiert. Methodisch basiert die Evaluierung auf leitfadengestützten Intensivinterviews mit den Stipendiaten und Auslandsmitarbeitern in den Zielländern sowie mit den zuständigen Stiftungsmitarbeitern in Deutschland. Des Weiteren wurde eine Auswertung vorhandener Daten und Dokumente zum Projektverlauf vorgenommen.
Überblicksartige Vorstudie zur Stellung der Entwicklungszusammenarbeit an deutschen Hochschulen
Evaluation des Stipendienprogramms des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED)
Das Stipendienprogramm des EED hat die Aufgabe, kirchliche Partner und entwicklungsorientierte Nichtregierungsorganisationen in Entwicklungsländern bei der Fortbildung und Qualifizierung ihres Personals zu unterstützen. Hierfür werden Stipendien für ein entwicklungsbezogenes Postgraduiertenstudium in Deutschland, europäischen Ausland oder Entwicklungsländern an berufserfahrene Hochschul-/ Fachhochschulabsolventen aus Entwicklungsländern vergeben. Ferner werden die Stipendiaten bei der studienbedingten Integration und Orientierung mittels studienergänzender Seminarangebote begleitet. Neben der akademischen Qualifikation beziehen sich die Förderkriterien u.a. auf die Bedeutung des Studienvorhabens für die nachhaltige Entwicklung sowie den Auf- bzw. Ausbau von Bildungsstätten im Heimatland, Fragestellungen des konziliaren Prozesses für Frieden Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung etc. Seit Oktober 2003 ist das ehemalige Stipendienprogramm des Ökumenischen Studienwerks (ÖSW) Teil des EED in Bonn. Im Rahmen dieser Integration soll die Förderung berufserfahrener Nachwuchskräfte aus Entwicklungsländern enger mit den internationalen Programmen, der Personalvermittlung und dem Inlandsprogramm des EED verbunden werden. Ziel der Evaluation war die Untersuchung der Entwicklungsrelevanz des Stipendienprogramms des EED.
Der Schwerpunkt der Evaluation lag dabei auf den (beruflichen) Tätigkeiten der Stipendiaten nach Beendigung ihrer Ausbildung, ihrer Funktion als Multiplikatoren, und auf Ihrem „Wirken“, (insbesondere auch in Bezug auf Organisationsentwicklung und Zuwachs an Know-how in den Institutionen aus denen die Stipendiat(inn)en vermittelt werden). Der geographische Fokus der qualitativen Fallstudien lag auf Lateinamerika (Brasilien) und Ostafrika (Tansania/ Kenia), während die quantitative Befragung der ehemaligen Stipendiaten weltweit erfolgte.
Weiterbildungsmaßnahmen zu Training Needs Assessment
im Engineering Capacity Building Project in Äthiopien
Entwicklung eines Monitoring Systems im Projekt „Vocational Qualification and Employment Promotion in the Western Regions of China“
Im Rahmen des Auftrages wurde ein wirkungsorientierten Monitoringsystem mit den Projektverantwortlichen aufgebaut. U.a. wurde das Monitoringsystem konzipiert (inklusive Indikatorenformulierung, Planung der Datenerhebung), Mitarbeiter geschult, Datenerhebungsinstrumente entwickelt, Daten erhoben und ausgewertet für Management entscheidungen. Zudem wurde ein Handbuch für die Projektmitarbeiter verfasst, das sich detailliert mit den einzelnen Schritten im wirkungsorientierten Monitoring befasst.