Evaluation des Programms „Kommunaler Austausch für Fortbildung und Kooperation junger Akademiker“

Gegenstand der Evaluation war das Austauschprogramm kafka, bei dem – im Rahmen von Städtepartnerschaften – Studierende aus sieben Städten in Deutschland, Polen, Tschechien und Ungarn ein Praktikum in einer Behörde, einem kommunalen Unternehmen, einer Sozial- oder Kultureinrichtung der Partnerstadt absolvieren. Ergänzt wurde das Praktikum um ein fachliches Begleitprogramm, durch das die Teilnehmer:innen einen breiten Überblick über die öffentlichen Aufgaben der
Gaststadt erhalten sollten. Die Evaluation hatte zum Ziel, den längerfristigen Programmerfolg im Hinblick auf die ehemaligen Praktikant:innen und auch ihre Arbeitgeberorganisationen zu untersuchen sowie anhand einer Marktrecherche zu Alleinstellungsmerkmalen von kafka Entwicklungspotenziale des Programms aufzuzeigen. Hierzu wurden Akten- und Dokumentenanalysen, Internetrecherchen, Interviews mit Mitarbeitern der Stiftung sowie Online-Befragungen von ehemaligen Praktikant:innen und ihren Betreuer:innen in den Betrieben durchgeführt.

Evaluation des Mediendialogs mit der Ukraine

Seit 1997 organisiert das Institut für Auslandsbeziehungen ifa e.V. als Partner des Auswärtigen Amts
im Kontext der politischen Öffentlichkeitsarbeit Mediendialoge, die darauf abzielen, einen fachlichen
Erfahrungsaustausch über ausgewogene, professionelle und objektive Berichterstattung vor allem in den Themenfeldern
Demokratievermittlung und Stärkung der Menschenrechte zu initiieren. Durch die Begegnungen von Journalisten aus
verschiedenen Ländern und Kulturkreisen sollen neben dem professionellen Erfahrungsaustausch grenzübergreifende
Netzwerke zwischen Journalisten, Medien, Medieninstituten und Universitäten geschaffen werden, die sowohl auf
individueller als auch organisationaler Ebene angesiedelt sein können.

Aufgabe der Evaluation war es, den Anfang September 2008 in der Ukraine realisierten Mediendialog
hinsichtlich der Zielerreichung und ausgelösten Wirkungen zu analysieren. Zur Datengewinnung wurden Dokumentenanalysen,
persönliche Kurz-Interviews während der Veranstaltung sowie eine standardisierte Befragung der Teilnehmer des
Mediendialogs realisiert.

Evaluation des Projekts ‚Herbst-Camp’

Der Kreis Bergstraße hat in den Herbstferien 2008 erstmalig ein Feriencamp für Grundschüler
der 4. Jahrgangsstufe durchgeführt. Im Rahmen des Projekts wurden Schüler individuell in den schulischen
Kernfächern Deutsch und/oder Mathematik unterstützt. Neben der fachlichen Förderung erhielten die Schüler
nachmittags unterschiedliche freizeitpädagogische Angebote mit praktischen und gestalterischen Inhalten. Die
Kombination aus schulischer Förderung und pädagogischer Nachmittagsbetreuung zielte auf ein ganzheitliches Lernen
ab. Neben den konkreten schulischen Kompetenzen sollten auf diese Weise auch soziale bzw. motivationale Aspekte des
Lernens wie Selbstkonzept und Sozialverhalten verbessert werden.

Aufgabe der Evaluation war es, den Erfolg der Maßnahme unter Berücksichtigung möglicher
Veränderungen hinsichtlich der oben genannten Gesichtspunkte zu erfassen. Zur Datengewinnung wurden
Dokumentenanalysen, standardisierte Befragungen der Lehrer, Eltern und Schüler sowie Tests und Gruppendiskussionen
eingesetzt.

Evaluation der DW-Akademie (2008/2009)

Seit 2003 arbeitet die DW-Akademie im Kontext der deutschen Medienentwicklungszusammenarbeit und zielt mit ihren Aktivitäten darauf ab, weltweit die Meinungsfreiheit zu fördern. Durch die Realisierung internationaler Projekte zu
Capacity Building will sie zu mehr Offenheit, Transparenz und Partizipation in den elektronischen Medien von Entwicklungs- und Transformationsländern beitragen. Gegenstand der Evaluation waren die Qualifizierungsmaßnahmen, die von der DW-Akademie in den Jahren 2004 bis 2007 durchgeführt worden waren. Im Rahmen einer bilanzierenden ex-post Evaluation sollten die Qualität der Planung und Durchführung dieser Maßnahmen sowie die entwicklungspolitischen Effekte und deren Nachhaltigkeit analysiert und bewertet werden.

Methodisch basierte die Evaluierung auf Sekundär- und Dokumentenanalysen, standardisierten Befragungen der Dozent:innen, Absolvent:innen und Vertreter:innen von Partnerorganisationen der DW-Akademie. Darüber hinaus wurden 2009 drei Länderfallstudien in Vietnam, Tansania und Kolumbien realisiert.

Begleitende Evaluation des Karriereförderprogramms „Talente sichern & Zukunft gestalten“ (2007-2009)

Das 2007 gestartete Programm „Talente sichern & Zukunft gestalten“ des Cusanuswerks – Bischöfliche Studienförderung setzt auf eine gezielte Förderung des weiblichen Führungsnachwuchses. Hierzu setzt das Programm auf Mentoringelemente, also eine tutorielle Betreuung von Stipendiatinnen deutscher Begabtenförderungswerke durch berufserfahrene AkademikerInnen, auf berufsspezifisch ausgerichtete Trainings- und Fördermaßnahmen sowie den Aufbau eines Peer-Networks. Neben überdurchschnittlichen Studienleistungen zeichnen sich die Stipendiatinnen dadurch aus, dass der Abschluss ihres Studiums bzw. der Promotion in maximal einem Jahr anvisiert ist oder dass sie Berufsanfängerinnen sind.

Zur Qualitätssicherung des Förderprogramms führte das CEval eine prozessbegleitende, externe Evaluation durch. Zentrale Aufgabe dieser Evaluation war es, den durchführungsverantwortlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Cusanuswerks zeitnah steuerungsrelevante Informationen zur Verfügung zu stellen. Von besonderem Interesse waren entsprechend den Zielsetzungen des Programms hierbei Fragen zur Zufriedenheit mit den angebotenen Veranstaltungen des Cusanuswerks, zur organisatorischen Ausgestaltung und Qualität der tutoriellen Beziehungen sowie zum beruflichen und persönlichen Nutzen der Beziehung für beide Seiten.

Methodisch umfasste die Evaluation neben einer Sekundäranalyse vorliegender Dokumente und leitfadengestützten Intensivinterviews mit den Verantwortlichen seitens der Träger vor allem standardisierte Erhebungen. Im Mittelpunkt der standardisierten Befragungen standen die Zufriedenheit mit dem Karriereförderprogramm sowie die Qualität der Beziehung zwischen den Nachwuchskräften und ihren TutorInnen. Die Befragungen fanden begleitend zur 15-monatigen Förderphase des Förderprogramms statt. Damit erhielt die programmdurchführende Stelle regelmäßig Informationen über den Ablauf des Programms und die Qualität der Realisierung. Dies ermöglichte eine frühe Identifikation eventueller Probleme sowie eine zeitnahe Entwicklung geeigneter Maßnahmen zu deren Behebung.

Evaluation der Konzeptentwicklung zur Bildungsoffensive Elbinseln

Parallel zur Internationalen Bauaustellung (IBA) in Hamburg, die von 2006-2013 stattfand, war die „Bildungsoffensive Elbinseln“ (BOE) ausgerufen worden, um die baulichen Maßnahmen auf den Elbinseln (d.h. Wilhemsburg, Veddel, Harburger Binnenhafen) mit einer Verbesserung des Bildungsangebots zu unterstützen. Hauptziele des Projektes BOE waren somit die Förderung der gesellschaftlichen Integration der Bewohner der Elbinseln sowie eine Stärkung des Wohnstandortes Elbinseln durch attraktive Bildungseinrichtungen. Zentrale Maßnahmen des Projektes sollten insbesondere an bereits regional und lokal vorhandenen Handlungsansätzen aufbauen.

Ziel der formativ angelegten Evaluation des CEval war es, prozessbegleitend die Lenkungsgruppe und sonstige beteiligte Akteure bei der Entwicklung des Gesamtkonzepts zur BOE zu unterstützen, indem zum einen die inhaltliche Tragfähigkeit des Konzeptes im Hinblick auf die avisierten Zielgruppen evaluiert wurde und zum anderen Steuerungs- und Koordinierungsabläufe zwischen zentralen Netzwerkakteuren im Hinblick auf die Etablierung eines leistungsfähiges Netzwerkmanagement untersucht wurden. Hierzu führte das CEval Leitfadeninterviews mit den Vertretern der Steuerungsgremien sowie mit Vertretern von Einrichtungen bzw. Initiativen und nahm kontinuierlich an den Sitzungen der Lenkungsgruppe teil.
Zudem wurde eine Delphi-Befragung mit 5-10 Experten aus den Themenbereichen der BOE durchgeführt.

eBuT e-Learning in der Bewegungs- und Trainingswissenschaft

Im Mittelpunkt der Evaluation stand die Analyse des anvisierten Mehrwerts (Distanz, Multimedialität, Interaktivität) der internetbasierten Lehr-Lern-Module gegenüber traditionellen Unterrichtssituationen. Darüber hinaus wurden auch die Projektziele der Implementation der Lehr-Lern-Module in das sportwissenschaftliche Grundstudium sowie die Diffusion über die beteiligten Universitäten hinaus geprüft. Ergänzt wurde die Wirkungsanalyse durch kausalanalytische Betrachtungen, die den festgestellten Projektwirkungen kausale Ursachenfaktoren zuschrieben. Hierfür war eine Begleitung aller Projektphasen, von der Planung, über die Implementation bis zur Nachförderphase, erforderlich.