Die Sternsinger kennt jeder. Immer um den Dreikönigstag, den 6. Januar, bekommen viele Familien Besuch. Kinder, verkleidet als die drei Weisen aus dem Morgenland, Caspar, Melchior und Balthasar, gehen von Haus zu Haus, singen Lieder, bringen den Neujahrssegen über den Eingangstüren an und sammeln Geld. Und da kommt einiges zusammen: über 50 Millionen Euro jedes Jahr. Eine weltweit einmalige Aktion, bei der Kinder für Kinder in Not im Globalen Süden aktiv werden, damit es diesen besser geht. Damit sie in eine Schule gehen können, sie über ihre Rechte aufgeklärt werden oder vor ausbeuterischen und gefährlichen Arbeitsverhältnissen geschützt werden, um nur einige Beispiele zu nennen.
Das Spendengeld wird in Aachen, dem Sitz der Sternsinger, verwaltet. Schon seit einiger Zeit hat sich die Organisation zu einer wirkungsorientierten Förderpolitik verpflichtet. Damit ist gemeint, dass Projektanträge sich nicht in der Formulierung von geplanten Aktivitäten und den dadurch erbrachten Leistungen (Outputs) erschöpfen, sondern den Schwerpunkt auf die daraus resultierenden Wirkungen legen.
Um diese Orientierung auf Wirkungen zu verbessern, unterstützt das CEval die Sternsinger pro bono. Nachdem in Aachen schon einige Workshops stattfanden, wurde nun erstmals in Bangkok vom 11. bis 15. Mai 2026 ein Seminar unter der Leitung von Prof. Dr. Reinhard Stockmann durchgeführt, an dem 25 Teilnehmer/Innen aus neun Ländern Südostasiens teilnahmen. Dabei wurde gelernt, von den substanziellen Veränderungen her zu denken, den Wirkungen, die erzielt werden sollen, um zu einer Lösung der identifizierten Probleme beizutragen. Es wurde nicht nur konzentriert, sondern auch mit viel Freude, Engagement und Herzblut gearbeitet, um das von den kleinen Sternsingern jedes Jahr gesammelte Geld noch wirkungsvoller einsetzen zu können.



