Messung der Kundenzufriedenheit bei AIZ-Dienstleistungen für GIZ-Vorhaben, Folgeerhebung 2020

Um eine stetige Qualitätssicherung zu gewährleisten, hatte die Akademie für Internationale Zusammenarbeit (AIZ) die CEval GmbH zum zweiten Mal in Folge beauftragt die Kundenzufriedenheit bei AIZ- Dienstleistungen für GIZ- Vorhaben zu evaluieren. Zu diesem Zweck wurden insgesamt elf GIZ-interne Kund:innen für Aufträge bis Juni 2020 zwischen Dezember 2020 und Januar 2021 telefonisch befragt und die Daten mittels deskriptiver Statistik ausgewertet.

Das Evaluierungsdesign gliederte sich in vier inhaltliche Bereiche: Kommunikation, Beratung und Dienstleistung, Arbeitsweise und Entwicklungsorientierung. Basierend auf den Befunden, wurden sowohl Stärken als auch Schwächen der von der AIZ durchgeführten HCD-Maßnahmen sowie daraus resultierende Verbesserungspotenziale identifiziert. Abschließend erfolgte ein Vergleich der Daten mit denen aus dem Vorjahr in Hinblick auf mögliche Trends.

Wissenschaftliche M&E-Begleitung von zwei WaSH-Projekten in Äthiopien und Kenia

Die Knorr-Bremse Global Care e.V. (KBGC) plant die Umsetzung zweier WASH-Projekte in Äthiopien und Kenia. Gemeinsames Ziel der beiden Vorhaben ist die Reduktion von Sterblichkeits- und Krankheitsraten durch wasserverbundene Krankheiten. Hierfür ist eine Reihe von, an die Rahmenbedingungen in den jeweiligen Umsetzungsregionen angepasste Maßnahmen geplant, wie bspw. zur Verbesserung des Zugangs zu sauberem Wasser, zur Steigerung des Wissens und der Kompetenzen der beteiligten Akteure, zur Rehabilitation sanitärer Einrichtungen, zur Verbreitung energieeffizienterer Öfen, zur Gesundheitsaufklärung sowie schließlich zu Einstellungs- und Verhaltensänderungen bei den Zielgruppen. Dadurch soll ein Beitrag zur Verbesserung der allgemeinen Lebensbedingungen der Zielgruppen geleistet werden.
Die CEval GmbH übernimmt die wissenschaftliche Begleitung des Monitorings und der Evaluation der beiden Projekte, mit dem Ziel, deren Wirksamkeit zu erfassen. Die Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit nationalen Gutachtern in beiden Ländern. Die Evaluation der Projekte wird in erster Linie von diesen direkt vor Ort durchgeführt, während die CEval GmbH die Erstellung des Evaluationsdesigns und Methodenkonzepts, die Schulung der Monitoringverantwortlichen sowie Begleitung des gesamten Prozesses übernimmt.

Begleitende Zwischenevaluation der „Palestinian-German Science Bridge“ (PGSB)

Das Programm „Palestinian German Science Bridge“ ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziertes Pilotprojekt, welches gemeinsam vom Forschungszentrum Jülich und der „Palestinian Academy for Science and Technology“ (PALAST) umgesetzt wird und auf die Etablierung einer langfristen Ausbildungs- und Forschungskooperation zwischen dem Forschungszentrum und den palästinensischen Universitäten abzielt. Das Programm vereint hierfür die Mobilität von Studierenden und (Nachwuchs-)Wissenschaftler*innen, den wissenschaftlichen Austausch von Forscher*innen, die Unterstützung von Forschungskooperationen und die Reintegration palästinensischer Forschender in den palästinensischen Forschungssektor.
Das Forschungszentrum Jülich hat die CEval GmbH damit beauftragt, das Forschungszentrum hinsichtlich der Konzeption einer Mid-Term Evaluation des Programms zu beraten sowie bei deren Durchführung zu unterstützen. Die Evaluation sollte die kurz- bis mittelfristigen Ergebnisse des Programms beurteilen sowie die Aussichten der langfristigen Zielerreichung. Ziel der Evaluation war es des Weiteren, Verbesserungspotenziale zur weiteren Optimierung des Programms zu identifizieren.
Methodisch basierte die Evaluation auf einem Methodenmix aus qualitativen und quantitativen Datenerhebungs- und -auswertungsmethoden. Die Datenerhebung kombinierte eine Dokumenten- und Sekundärdatenanalyse mit leitfadengestützten Interviews sowie teilstandardisierten Online-Befragungen der Stakeholder des Projekts. Die Datenanalyse vereinte deskriptive Statistik und qualitative Inhaltsanalyse. Aufgrund der COVID-19 Pandemie war die Evaluation als Remote-Evaluation konzipiert.

Ressortgemeinsame strategische Evaluierung des AA- und des BMZ-Engagements in Irak

Die Bundesregierung beabsichtigt, im Rahmen ihres Krisenengagements in Irak eine weitere Verankerung von Monitoring und Evaluierung als Instrumente des Lernens und der Qualitätssicherung, der Rechenschaftslegung und der strategischen Steuerung. In diesem Kontext wurde eine ressortgemeinsame Evaluierung des Irak-Engagements des Auswärtigen Amtes (AA) und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durchgeführt. Diese sollte gleichzeitig als Pilotvorhaben und möglichst als Modell für ressortgemeinsame Evaluierungen beider Häuser in relevanten Handlungsfeldern und an ihren Schnittstellen fungieren. Hauptziel dieser ressortgemeinsamen Evaluierung war das gemeinsame institutionelle Lernen. Die AA-Komponente der Evaluation wurde von einem Konsortium unter Federführung der GFA Consulting Group realisiert, an dem die CEval GmbH beteiligt war; die BMZ-Komponente durch das Deutsche Evaluierungsinstitut (DEval). Beide Evaluationsteams arbeiteten in einer Arbeitsgemeinschaft eng zusammen.
Ziel der Evaluierung war es, eine unabhängige und umfassende Analyse und Bewertung des Engagements der beiden Ressorts vorzunehmen, um Erkenntnisse für die (gemeinsame) Steuerung zu gewinnen und zu nutzen. Durch die Evaluierung wurden Erkenntnisse über Relevanz, Effektivität und übergeordnete Wirkungen, Effizienz, Nachhaltigkeit bzw. Anschlussfähigkeit sowie Koordination, Kohärenz und Komplementarität des Irak-Engagements beider Ressorts gewonnen. Weiterhin hat die Evaluierung Handlungsempfehlungen für eine Optimierung des Gesamtengagements und einzelner Maßnahmen, Strukturen und Prozesse geliefert, um das laufende Portfolio ggf. nachzusteuern. Schließlich wurden aus dem AA-BMZ Engagement in Irak Lernerfahrungen für ein ähnliches Engagement in anderen Krisenkontexten identifiziert. Die Evaluierung diente auch der begleitenden bzw. abschließenden Erfolgskontrolle des Länderportfolios gemäß Bundeshaushaltsordnung.
Methodisch basierte die Evaluation auf einem breiten Mix aus qualitativen und quantitativen Datenerhebungs- und Auswertungsmethoden. Die Datenerhebungen wurden aufgrund pandemiebedingter Reisebeschränkungen durch das Konsortium sowohl in Deutschland als auch im Irak remote realisiert bzw. gesteuert.

Meta-Evaluation von CoE Projekt- und Programmevaluationen (2016-2019)

Im Rahmen seiner Qualitätssicherung von dezentralen Evaluierungsberichten hatte der Europarat die CEval GmbH beauftragt, eine Stichprobe von 32 dezentralen Evaluierungsberichten, die von verschiedenen der Hauptverwaltungseinheiten des Europarates für den Zeitraum 2016-2019 erstellt wurden, einer unabhängigen Qualitätskontrolle zu unterziehen. Übergeordnetes Ziel dieser Bestandsaufnahme war es, die Errichtung eines Bewertungsrahmens und die Gestaltung eines Qualitätssicherungssystems für den Europarat zu unterstützen.

Dementsprechend gibt der Qualitäts-Check Auskunft darüber, in welchem Ausmaß die dezentralen Evaluierungen allgemein anerkannten internationalen Qualitätsstandards entsprechen, und gibt Empfehlungen, welche Aspekte verbessert werden sollten. Außerdem liefert er eine Gesamtbewertung der wichtigsten Stärken und Schwächen der dezentralen Evaluierungsberichte; ermittelt die wichtigsten Ergebnisse, Empfehlungen und Erfahrungen zum Aufbau institutioneller Kapazitäten im Europarat; und gibt schließlich Empfehlungen für die Schaffung eines Rahmens für die Qualitätssicherung. Die Bewertung wurde auf Grundlage eines Analyserasters durchgeführt, welches alle relevanten Bewertungskriterien und -indikatoren sowie detaillierte Leitlinien enthält, um die Inter-Rater-Reliabilität sicherzustellen und somit eine maximale Objektivität der Ergebnisse zu gewährleisten.

Sektor-Evaluierung der Klimaprojekte im Rahmen der BMZ-Sonderinitiative Klima der Hanns-Seidel-Stiftung e.V. 2019

Die Hanns-Seidel-Stiftung (HSS) bezieht seit 2011 Mittel aus der Sonderinitiative Klima des BMZ und führt seitdem Projektmaßnahmen in zahlreichen Ländern im Bereich Klima, Umwelt und Energie durch. Mit den Maßnahmen in dem Bereich soll ein Beitrag zum Umwelt- und Naturschutz insgesamt geleistet werden sowie zur Bekämpfung des und Anpassung an den Klimawandel, zur nachhaltigen Energieversorgung und Ressourceneffizienz sowie zur nachhaltigen und umweltbewussten Land- und Forstwirtschaft. Formativ wurde aus dem Kontext der aktuellen Auslandsarbeit der Hanns-Seidel-Stiftung in den Themenbereichen Klima-Umwelt-Energie (KUE) und deren internationalen Lösungsversuchen, eine grundlegende Strategie erarbeitet. Diese wurde am Beispiel von drei Projekten in den Ländern Indien, Bolivien und Namibia von der CEval GmbH evaluiert.

Methodisch gesehen beinhaltete die Evaluation einen theoriebasierten Anteil, welcher in der Rekonstruktion der Theories of Change (ToC) der drei Projekte bestand. Außerdem wurden die drei ausgewählten Projekte auf Projektebene evaluiert, wofür Feldphasen in allen drei Ländern durchgeführt wurden und Interviews mit Partnern und Zielgruppen geführt wurden. Zudem beinhaltete die Evaluation einen Syntheseteil, welcher sich auf die Klimastrategie der Hanns-Seidel-Stiftung allgemein bezog und in welchem die Ergebnisse aus den Evaluationen der drei Projekte gebündelt und mit Informationen aus der Zentrale der HSS in München ergänzt wurden.

Rapid Appraisals für zwei Moringa-Investitionen

Moringa SCA SICAR ist ein Private-Equity-Fonds, der gegründet wurde als Reaktion auf das wachsende Interesse des Finanz- und Entwicklungssektors an Investitionen, die gleichzeitig eine finanzielle, ökologische und soziale Rendite bieten. Moringa konzentriert sich auf Investitionen in die Agroforstwirtschaft in afrikanischen und lateinamerikanischen Entwicklungs- und am wenigsten entwickelten Ländern. Moringa implementiert agroforstwirtschaftliche Landnutzungssysteme auf kommerzieller Basis mit einem kommerziellen Investitionsansatz, wobei eine große Anzahl benachbarter Kleinbauern und Verarbeiter durch vertragliche Vereinbarungen in das Geschäftsmodell integriert werden. Die Agroforstwirtschaftliche Technische Unterstützungsfazilität (ATAF) wurde von Moringa Partnership eingerichtet, um technische Unterstützung für Investitionen des Fonds zu leisten, mit dem Ziel, die positiven ökologischen und sozialen Auswirkungen, die durch Moringa-Investitionen ausgelöst werden, zu verstärken.

Die CEval GmbH hat Baseline Rapid Appraisals für zwei Moringa Investments durchgeführt. Dabei lag der Fokus auf der Lebenssituation der Landwirte und anderer relevanter Zielgruppen, wie z.B. Fabrikarbeiter. Methodisch folgten die Rapid Appraisals einem Mixed-Methods-Ansatz, welcher eine kleine Umfrage bei den Landwirten für jedes Rapid Appraisal sowie Interviews mit den relevanten Stakeholdergruppen beinhaltete. Die Rapid Appraisals wurden für Moringa-Investitionen in Benin und Togo durchgeführt.

Evaluation von zwei Schul-Rehabilitations Projekten in Nepal

Während zwei massiver Erdbeben in Nepal im Jahr 2015 wurden tausende von Schulen zerstört. Zusammen mit dem Konsortiumpartnern Helvetas und Schweizer Rot Kreuz errichtete Caritas Schweiz im Zuge eines Rehabilitationsprojektes 36 Schulen in der schwer zugänglichen Bergregion Sindhupalchok. Das Projekt umfasste Trainingsmaßnahmen zu „disaster risk reduction“, Instandhaltung und WASH (water, sanitation, hygiene) sowie soziale Interaktion mit Schulabbrecher:innen.

Die Finale Evaluation richtete sich an drei Kriterien der Core Humanitarian Standards aus (Appropriateness and relevance, effectiveness and timeliness, preparedness and resilience) um Lehren für weitere Katastrophenhilfseinsätze zu gewinnen.

Die Evaluation bediente sich verschiedener Methoden und bezog neben Einzelinterviews mit Projektverantwortlichen, Vertreter:innen der nationalen Autorität, Teammitglieder:innen, Schulleiter:innen und Bürgermeister:innen auch durch Gruppendiskussionen die Stimmen der Schulverwaltungsgremien und Lehrer:innen ein. Eine umfangreiche Befragung mehrerer hundert Schüler:innen, Eltern und Lehrer:innen ermöglichte eine vertiefende quantitative Bewertung.

Wissenschaftliche Beratung der Stabsstelle Evaluierung der GIZ zur Entwicklung aggregierter Wirkungsindikatoren

Die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH trägt auf vielfältige Weise zur Lösung regionaler und globaler Probleme bei. Dazu gehören u.a. die Eindämmung der Folgen des Klimawandels, die Bekämpfung von Armut und Hunger oder die Schaffung eines gleichberechtigten Zugangs zu Bildung und Beschäftigung von Männern und Frauen. Für die Erfassung der durch ihre Vorhaben erbrachten Beiträge verfügt die GIZ über eine Reihe von Instrumenten und Verfahren zur Wirkungsmessung und -bewertung. Diese Instrumente und Verfahren sind jedoch im Wesentlichen auf die Berichterstattung an das BMZ ausgerichtet sowie darauf, Erkenntnisse zur Verbesserung einzelner Interventionen (PEVs) oder zur Weiterentwicklung der strategischen Ausrichtung der GIZ im jeweiligen Sektor (USEs) zu generieren. Auf der Ebene der Gesamtorganisation fehlte es jedoch an vergleichbaren Ansätzen zur Darstellung der Beiträge der GIZ insgesamt, bspw. gegenüber der Öffentlichkeit oder dem Parlament (insb. AWZ).

Um die GIZ auch auf dieser Ebene auskunftsfähig zu machen, initiierte die Stabsstelle Monitoring und Evaluierung 2014 einen Prozess zur Entwicklung von aggregierten Indikatoren, die Aussagen über den gemeinsamen Beitrag eines möglichst großen Teils der Vorhaben in den verschiedenen Sektoren, in denen die GIZ aktiv ist, erlauben.

Zentrale Projektevaluation des Projektes Competitive African Cashew Value Chains for Pro-Poor Growth

Die Cashew-Wertschöpfungskette bietet den afrikanischen Erzeugerländern interessante Möglichkeiten, Arbeitsplätze zu schaffen, betriebliche und volkswirtschaftliche Einkommen zu steigern und die Ernährungssicherung zu verbessern. Bis zum Zeitpunkt der Evaluation wurden die Potentiale jedoch kaum genutzt. So lagen die Erträge der afrikanischen Produzenten/innen mit 300 bis 550 Kilogramm Rohnüsse pro Hektar weit hinter den Erträgen in Indien und Vietnam und die Verarbeitungskapazitäten und die Arbeitsproduktivität der Betriebe waren noch zu gering, wodurch nur ein geringer Teil der Rohnüsse in den afrikanischen Herstellerländern verarbeitet wurde. Das Projekt „Competitive African Cashew Value Chains for Pro-Poor Growth“ der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit GmbH unterstützte den Ausbau und die Intensivierung der Cashew Wertschöpfungskette in den sechs Ländern Ländern Benin, Burkina Faso, Côte d’Ivoire, Ghana und Mosambik und Sierra Leone.
Das Projekt setzte dabei auf vier Handlungsebenen an: (i) die bessere Versorgung mit leistungsfähigem Pflanzgut durch Forschung und Vermehrung und Fortbildung der Produzenten/innen durch Training und Beratung, (ii) die Beratung von Verarbeitern von Cashew-Rohnüssen und Nebenprodukten zur Verbesserung der Prozesseffizienz, (iii) die Intensivierung von Geschäftsverbindungen und Austausch zwischen allen Beteiligten der Wertschöpfungskette und (iv) die Förderung der nationalen und regionalen Rahmenbedingungen durch Beratung der Fachministerien und Intensivierung des regionalen Austauschs zwischen allen Akteuren.
Die CEval GmbH war von der GIZ mit der zentralen Projektevaluation beauftragt worden. Die Evaluation wurde an den OECD DAC Kriterien ausgerichtet und somit die Relevanz, Effektivität, Effizienz, Wirkung, Nachhaltigkeit und Kohärenz der Projektumsetzung prüfen. Methodisch baute die Evaluation auf den verfügbaren quantitativen Sekundärdaten des Projektes auf und erweiterte diese durch die Erhebung von Leitfadeninterviews und Fokusgruppendiskussionen mit Projektverantwortliche, Stakeholdern und der Zielgruppevertreter:innen. Aufgrund der zur Zeit der Evaluation vorherrschenden Corona-Pandemie wurde das Vorhaben als Remote-Evaluation umgesetzt. Die Evaluatoren der CEval GmbH arbeiteten mit lokalen Consultants in den Ländern Afrikas zusammen, welche die Datenerhebung im Feld durchführten.