Die CEval GmbH hat 2025 im Auftrag des Council of Europe die Evaluation des Projekts „EndOCSEA@Europe“ durchgeführt. Ziel der Evaluation war es, die Wirksamkeit, Effizienz und Nachhaltigkeit der Maßnahmen zur Bekämpfung von Online-Kindesmissbrauch und sexueller Ausbeutung (OCSEA) zu bewerten. Der Abschlussbericht wurde 2025 veröffentlicht und dient als Grundlage für die Weiterentwicklung nationaler und internationaler Schutzsysteme.
Das Projekt EndOCSEA@Europe
Das Projekt „EndOCSEA@Europe“ wurde vom Europarat initiiert, um Mitgliedstaaten bei der Bekämpfung von Online-Kindesmissbrauch und -ausbeutung zu unterstützen. Es wurde in zwei Phasen umgesetzt (2018–2021 und 2023–2025) und zielte darauf ab, gesetzliche Rahmenbedingungen zu stärken, institutionelle Kapazitäten auszubauen und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu verbessern. Ein besonderer Fokus lag auf der Umsetzung der Lanzarote-Konvention sowie auf der Zusammenarbeit zwischen staatlichen Institutionen, Strafverfolgungsbehörden, Zivilgesellschaft und Fachkräften im Kinderschutz.
Das Projekt adressiert ein dynamisches Problemfeld: Digitale Technologien eröffnen neue Tatmöglichkeiten wie Cyber-Grooming oder Sextortion, während gleichzeitig internationale Kooperation und koordinierte Präventions- und Interventionsmaßnahmen an Bedeutung gewinnen.
Die Evaluation
Die Evaluation umfasste beide Projektphasen und untersuchte zentrale Handlungsfelder wie gesetzgeberische Fortschritte, Kapazitätsaufbau, Sensibilisierung sowie internationale Zusammenarbeit. Methodisch basierte sie auf einem theoriebasierten, multimethodischen Ansatz. Neben einer umfassenden Dokumentenanalyse wurden Interviews, Fallstudien und Befragungen durchgeführt, um Perspektiven verschiedener Akteure – darunter staatliche Stellen, Strafverfolgungsbehörden, NGOs und Fachkräfte – systematisch einzubeziehen.
Die Analyse folgte den OECD-DAC-Kriterien und berücksichtigte insbesondere Fragen der Nachhaltigkeit, Wirkung und Skalierbarkeit der Maßnahmen auf politischer, institutioneller und praktischer Ebene.
Zentrale Ergebnisse
Die Evaluation zeigt, dass das Projekt wesentliche Beiträge zur Stärkung nationaler Kinderschutzsysteme geleistet hat. Dazu zählen insbesondere Fortschritte in der Gesetzgebung, verbesserte fachliche Kapazitäten sowie eine intensivere internationale Zusammenarbeit. Gleichzeitig wird deutlich, dass langfristige Wirkung vor allem dort entsteht, wo Maßnahmen strukturell verankert und durch kontinuierliche Ressourcen abgesichert werden.
Den offiziellen Bericht sowie den begleitenden Artikel des Council of Europe können Sie hier einsehen:
- Vollständiger Evaluationsbericht: Evaluation report
- Artikel des Council of Europe: https://www.coe.int/en/web/children/-/protecting-children-online-key-findings-from-the-endocsea-europe-evaluation-report



