Evidenz für die Region

KI-Generiert

Die Arbeit des CEval erstreckt sich auf diverse Themen und Projekte in Deutschland und weltweit. Zugleich sind wir als saarländisches Institut eng mit der Region verbunden. Umso mehr freut es uns, dass aktuell gleich fünf unserer Projekte im Saarland und in der näheren Umgebung angesiedelt sind. Sie beschäftigen sich mit ganz unterschiedlichen Themen – von Führung und Zusammenarbeit über Kultur und Gesundheitsförderung bis hin zu Digitalisierung und Umweltschutz. Die Projekte machen sichtbar, wie vielfältig die Anwendungsfelder von Evaluation sind und welchen konkreten Beitrag sie für Organisationen, Politik und Gesellschaft leisten kann.

 

Zusammenarbeit und Führung bei der Caritas

Für den Caritasverband Saar-Hochwald e. V. führte das CEval kürzlich eine Mitarbeitendenbefragung im Projekt „rückenwind³: (Selbst)Führung mit FLOW – Freiraum für Lösungen, Organisation und Wandel“ durch. Eine teilstandardisierte Online-Befragung und ergänzende explorative Interviews liefern nun eine fundierte Bestandsaufnahme der Führungs- und Unternehmenskultur. Die Erhebung wurde so angelegt, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt wiederholt werden kann, sodass sich Veränderungen im Projektverlauf systematisch nachvollziehen lassen. Die Ergebnisse der Baseline-Befragung fließen zudem in die inhaltliche Ausgestaltung des rückenwind³-Projekts ein.

 

Die digitale Entwicklung des Landkreises Kusel

Mit dem Projekt „LAND L(i)EBEN“ arbeitet der Landkreis Kusel an einer nachhaltigen Weiterentwicklung der Region mithilfe digitaler und lokal angepasster Lösungen. Dabei geht es unter anderem um Mobilität, gesellschaftliche Teilhabe und einen verantwortungsvollen Umgang mit dem digitalen Raum. Das CEval begleitet das Projektteam beratend bei der Entwicklung eines passenden Evaluationsansatzes und geeigneter Erhebungsinstrumente. Welche weiteren Aufgaben das CEval übernimmt, wird im Projektverlauf bedarfsgerecht abgestimmt.

 

Potenziale und Bedarfe der saarländischen Musikwirtschaft

Welche Akteur*innen und Strukturen prägen die Musikwirtschaft im Saarland? Wo liegen wirtschaftliche Potenziale, und welche infrastrukturellen Bedarfe bestehen? Diesen Fragen geht unsere Studie zur Musikwirtschaft im Saarland nach. Hierfür wurden die wenigen vorhandenen Daten durch Einzelinterviews, Fokusgruppen sowie eine Online-Befragung ergänzt, die breit unter den verschiedenen Berufsgruppen der Musikwirtschaft gestreut wurde. Die Ergebnisse sollen in ein Strategiepapier und einen praxisorientierten Leitfaden einfließen und damit zur nachhaltigen Weiterentwicklung des Musikstandorts Saarland beitragen. Der Bericht entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber der Studie – PopRat Saarland e. V.

 

Gesundheitsförderung im Kindesalter

Das Projekt „Spielend stark – Mit Bewegung & gesunder Ernährung fit in die Schule“ der Saarländischen Krebsgesellschaft e. V. und der Techniker Krankenkasse möchte gesundheitsfördernde Gewohnheiten frühzeitig im Alltag von Kindern verankern. Neben Vorschulkindern werden auch pädagogische Fachkräfte, Eltern und weitere Bezugspersonen beteiligt. Das CEval übernimmt die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des Projekts. In der Pilotphase trägt die Evaluation zur Optimierung der Projektkonzeption und -umsetzung bei. In der anschließenden Rolloutphase werden Zielerreichung und Wirksamkeit untersucht. Der partizipative und theoriebasierte Evaluationsansatz verbindet qualitative und quantitative Methoden und wird flexibel an die Projektentwicklung angepasst.

 

Videoüberwachung gegen illegale Abfallablagerungen

Illegale Abfallablagerungen an Containerstellplätzen verursachen erhebliche Kosten und belasten Kommunen und Umwelt. Seit Januar 2026 ermöglicht das Saarland unter bestimmten Voraussetzungen eine zeitlich befristete Videoüberwachung besonders betroffener Standorte. Das CEval begleitet die Umsetzung mit einer externen Evaluation. Dabei wird systematisch untersucht, welche Erfahrungen mit der Maßnahme gesammelt werden und inwieweit sie zur Erreichung der angestrebten Ziele beiträgt. Die gewonnenen Erkenntnisse schaffen eine Grundlage für die weitere Bewertung und Ausgestaltung des Ansatzes.

 

Die fünf Vorhaben zeigen die thematische und methodische Bandbreite unserer Arbeit in der Region. Dabei verbinden wir unsere Erfahrungen aus nationalen und internationalen Projekten mit den kurzen Wegen und dem direkten Austausch vor Ort. Je nach Erkenntnisinteresse führen wir externe Studien und Evaluationen durch oder unterstützen Organisationen beim Aufbau eigener Monitoring-, Evaluations- und Lernprozesse. Dabei werden Fragestellungen, Methoden und Beteiligungsformate gemeinsam mit unseren Auftraggebern auf den jeweiligen Kontext zugeschnitten. Leitend bleiben dabei immer ein partizipatives und bedarfsorientiertes Vorgehen, wissenschaftliche und professionelle Evaluationsstandards sowie die Berücksichtigung ethischer Kriterien. So entstehen belastbare und praxisnahe Erkenntnisse, die Lernen ermöglichen, die Projektsteuerung verbessern und evidenzbasierte Entscheidungen unterstützen.

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