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Durch die Coronakrise sind die Möglichkeiten sich persönlich zu treffen 2020 deutlich eingeschränkt worden. Dies gilt natürlich insbesondere für internationale Reisetätigkeit. Aus diesem Grund konnte 2020 das International Development Evaluation Training (IPDET) nicht wie gewohnt als Summerschool im Juli in Bern stattfinden, sondern wurde als Serie dreier unterschiedlicher Veranstaltungsformen konzipiert.

Das CEval war daran wesentlich beteiligt. Bereits im Juli fand der IPDET Evaluation Hackathon statt – der Erste uns bekannte Hackathon, der sich den Herausforderungen im Evaluationssektor widmet. Mehr als 140 Teilnehmende aus aller Welt gruppierten sich in 33 Teams um innerhalb einer Woche den „Prototype“ eines Lösungsansatzes zu entwickeln, die hier angesehen werden können: https://ipdet.org/online-program-2020/ipdet-evaluation-hackathon/. Die Unterstützung beim Entwicklungsprozess durch tägliche Design-Thinking Sessions wurde sehr gut angenommen und auch die Speed-Networking Sessions fanden Zulauf. Vier Gewinner-Teams wurden von der Jury ausgewählt und in der Awarding Session gekürt. Die spannenden Momente können hier noch einmal nachverfolgt werden: https://ipdet.org/mini-series-2/

 

Das zweite IPDET-Format war eine Folge von sieben Veranstaltungen genannt „Miniseries“. Das CEval hat zu zwei dieser Veranstaltungen beigetragen. In Miniseries 4 „The Evaluation GLOBE: Has Evaluation failed?“ organisiert und moderiert von Wolfgang Meyer diskutierten Maria Bostelo (UCM), Claudia Maldonado (CIDE) und Reinhard Stockmann über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Institutionalisierung von Evaluation in Europa und Amerika. Im Vordergrund standen dabei die Ergebnisse des CEval-Projekts Evaluation GLOBE, die von Reinhard Stockmann präsentiert und von Maria Bostelo aus Europäischer sowie von Claudia Maldonado aus Lateinamerikanischer Sicht kommentiert wurden. Die Diskussion fokussierte sich insbesondere auf die Frage, warum die vorhandenen Institutionen der Evaluation während der COVID-19 Krise bisher nur wenig Bedeutung erlangt haben und Evaluationen nicht stärker eingesetzt werden. Dieses Thema stand noch stärker im Focus der nächsten Miniseries 5 „Evaluation is valuable as never before! An introduction to the usefulness of evaluation in the verge of Covid-19“, organisiert und moderiert von Jos Vaessen (IEG). Hier diskutierte Reinhard Stockmann mit Bassirou Chitou (Prairie International Consulting) und Albert Tuyishime (Rwanda Biomedical Centre) über die Nutzung von Evaluationsergebnissen in politischen Entscheidungsprozessen und was getan werden kann, um besser auf Krisenzeiten wie die jetzige Pandemie vorbereitet zu sein. Die Präsentationen und Diskussionen der Miniseries wurden aufgenommen und können auf https://ipdet.org/online-program-2020/mini-series/ kostenfrei angeschaut werden.

Als dritte Veranstaltungsform hat IPDET dieses Jahr einwöchige Workshops angeboten, an denen jeweils bis zu 25 Personen teilnehmen durften. CEval hat hier zwei Workshops durchgeführt:

In der zweiten Workshopwoche Ende September fand der Kurs von Wolfgang Meyer „Monitoring and Evaluating the SDGs: challenges and proposed solutions“ statt. Hier ging es vor allem um die Frage, wie ein angemessenes Monitoring und Evaluationssystem für die SDGs aussehen muss und auf nationaler Ebene entwickelt werden kann. Thematisiert wurde die Frage des systemischen Denkens, der Begleitung von Transitionsprozessen und die Problematik der Bewertung der Adäquanz von Stakeholderinklusionsprozessen anhand ausgewählter Fallbeispiele. Didaktisch folgte der Kurs einem modernen Konzept des e-learnings, welches primär durch die Lernenden gesteuert und die Inputs des Veranstaltungsleiters auf der Lernplattform während eines längeren Zeitraums selbständig genutzt werden konnten. Die eigentliche Kurswoche bestand aus praktischen Übungen in selbstorganisierten Gruppenarbeiten, die von den Kursverantwortlichen aktiv begleitet wurden.

Der Kurs von Stefan Silvestrini „On Meta-Evaluation, or: how to evaluate evaluations – approaches, methods and findings“ wurde Ende Oktober in der vierten Workshopwoche angeboten. Ziel des Kurses, der sich primär an Auftraggebende von Evaluationen richtete, war es, die Teilnehmenden zu befähigen die methodische Qualität von Evaluationen und ihrer Ergebnisse zu bewerten und selbst Meta-Evaluationen konzipieren und umsetzen zu können. Hierzu wurden sie in einem Mix aus fachlichen Inputs und praktischen Kleingruppenarbeiten an das Themenfeld herangeführt: von der Entwicklung eines Analyserasters, über dessen Anwendung bei der Datenerhebung, bis hin zur Ergebnissynthese. Durch die Nutzung von Evaluationsbeispielen der Teilnehmenden selbst, wurde dabei ein Höchstmaß an Praxisbezug sichergestellt.

Insgesamt ist das virtuelle IPDET-Veranstaltungsprogramm sehr gut besucht und bewertet worden. Dies gilt auch für die Veranstaltung mit Beteiligung des CEval. Die beiden Workshops waren ausgebucht und bei den Miniseries beteiligten sich jeweils mehr als 100 Personen. Im November steht die Entscheidung an, ob IPDET 2021 wie gewohnt als Summer School stattfinden kann und ob bzw. in welcher Form das virtuelle Programm fortgeführt werden wird.