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Aktuelles

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28.02.2022

Neuerscheinung: The Institutionalisation of Evaluation in the Americas

Das Buch „The Institutionalisation of Evaluation in the Americas" (https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-030-81139-6#toc) ist der zweite Band des Projekts „Evaluation Globe - Compendium on the Institutionalisation of Evaluation". Übergeordnetes Ziel ist es, einem interdisziplinären Publikum länderübergreifendes Lernen zu ermöglichen, um die Institutionalisierung von Evaluation in verschiedenen Nationen, Weltregionen und Sektoren besser zu verstehen.

 

Auf der Grundlage eines Screenings wurden elf Länder, in denen Evaluation eine wichtige Rolle spielt, in den Amerikasband aufgenommen: Argentinien, Bolivien, Brasilien, Kanada, Chile, Kolumbien, Costa Rica, Ecuador, Mexiko, Peru und die USA. Darüber hinaus wurden drei transnationale Institutionen berücksichtigt, die den nationalen Aufbau der Institutionalisierung der Evaluation in den Amerikas unterstützt haben: CLEAR-LAC, die Independent Evaluation Group (IEG) der Weltbankgruppe und das Office of Evaluation and Oversight (OVE) der Interamerikanischen Entwicklungsbank. Dies entspricht einem Pool von 35 Autor*innen, die die Herkulesaufgabe übernommen haben, ihre länder- bzw. organisationsspezifische Landschaft der Institutionalisierung von Evaluation zu präsentieren.

Die Studien basieren auf einem von den Herausgebern entwickelten analytischen Rahmen, um die Vergleichbarkeit aller vier Bände der Buchreihe zu gewährleisten. Wie für den 2020 erscheinenden Band über Europa (https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-030-32284-7) wurden erneut drei gesellschaftliche Teilsysteme für weitere Untersuchungen über die Rolle der Evaluation in ihren institutionellen Rahmen ausgewählt: das nationale politische System als Hauptinstanz für die Entscheidungsfindung, die Zivilgesellschaft zur Kontrolle und Unterstützung der politischen Steuerung und das professionelle System zur Umsetzung und Verbesserung der Wissens- und Kompetenzproduktion.

 

Die Fallstudien für Nord- und Südamerika zeigen, dass die Evaluation zwar nur sehr selten auf der primären Ebene der Gesetzgebung (Verfassungen und Gesetze) umgesetzt wird, dass es jedoch eine Reihe von Ländern gibt, in denen dies für die sekundäre Ebene in Form von Verordnungen und Vorschriften der Fall ist. Die Länder mit einem hohen Grad an Institutionalisierung sind auch diejenigen, die Evaluationen für die Entscheidungsfindung nutzen. Daraus lässt sich jedoch schließen, dass die Evaluation sehr stark als Instrument der Exekutive genutzt wird, aber weniger von der Legislative, da die Nutzung durch die Parlamente mit Ausnahme der USA sehr gering ist. Die Institutionalisierung im sozialen System ist schwächer, es gibt fast kein Land, in dem Evaluation in nennenswertem Umfang umgesetzt und genutzt wird, die Medien sind kaum sensibilisiert, und es gibt fast keine öffentliche Diskussion über Evaluation. Die Institutionalisierung der Evaluation als Profession ist recht uneinheitlich: Während sie in Nordamerika und einigen lateinamerikanischen Ländern wie z.B. Argentinien, Kolumbien und Costa Rica, gut entwickelt ist, gibt es in den anderen Ländern keine solche Entwicklung. Das professionelle Systems wird von einigen inhärenten Kräften der Evaluationsgemeinschaft und vor allem von Einzelpersonen vorangetrieben, die ein besonderes Interesse an Evaluation haben. Dies geht jedoch nicht Hand in Hand mit der stark steigenden Nachfrage nach Evaluationsfachleuten in den Ländern. Im Gegenteil, die Institutionalisierung und Nutzung der Evaluation ist in erster Linie politisch motiviert und hängt mit dem New Public Management und der Unterstützung durch transnationale Institutionen zusammen.

 

Ein weiterer Vergleich zwischen den Amerikas und Europa zeigt, dass es einige Gemeinsamkeiten gibt, wie zum Beispiel die Dominanz des politischen Systems, die marginale Rolle der Zivilgesellschaft und die autonome, aber selten institutionalisierte professionelle Disziplin. Es gibt aber auch einige signifikante Unterschiede: zum Beispiel das schlechte Verhältnis zwischen rechtlichem Rahmen und Evaluationspolitik in Lateinamerika, die fehlende Verwendung von Evaluation in der Zivilgesellschaft und die viel größeren und besser organisierten VOPEs in Nordamerika. Zwischen den Ländern unterscheiden sich die Institutionalisierungsmuster nicht allzu sehr. Die wichtigste treibende Kraft ist das New Public Management und die Idee einer evidenzbasierten Politik, die sich in den 1960er Jahren sowohl in den Amerikas als auch in Europa verbreitete. Eine weitere wichtige Triebkraft in Europa war die EU, für die es auf dem amerikanischen Kontinent kein Pendant gibt. Allerdings waren transnationale Organisationen im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit wichtig für die Umsetzung der Evaluation in Lateinamerika. Überraschenderweise führt der hohe Grad an formaler Institutionalisierung in Lateinamerika nicht zu einer wirklichen Evaluationspraxis. Dies könnte ein Hinweis auf die geringe Beteiligung lateinamerikanischer Verwaltungen an der internationalen New Public Management-Bewegung sein.

 

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Weitere Bände zu Asien-Pazifik und Afrika sind in Arbeit - wir werden Sie auf dem Laufenden halten!

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21.10.2021

CEval unterstützt die GIZ in Vietnam

Seit fast zwei Jahren unterstützt das CEval das Projekt "Social Dimension of Sustainable Green Growth", das von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Vietnam durchgeführt wird. Das GIZ-Projekt unterstützt das vietnamesische Ministerium für Arbeit, Invaliden und soziale Angelegenheiten und dessen nachgeordnete Behörden beim Kapazitätsaufbau im Bereich der Gesetzesfolgenabschätzung.
Hierfür entwickelte das CEval einen akademischen Lehrplan zu den Themen M&E und Impact Assessment. Weiterhin wurde gemeinsam mit der Hanoi Law University, der University of Labor and Social Affairs und der University of Social Sciences and Humanities eine Reihe von Online-Workshops durchgeführt, um deren Lehrpersonal auf die Umsetzung der jeweiligen Kursmodule vorzubereiten. Die Workshops umfassten praktische Fallstudien, Gruppenarbeiten und Plenardiskussionen. Fachliche Inputs und Feedback unserer Experten führten zu einem vertieften Verständnis der Themen und ihrer methodischen Grundlagen.
Wie das positive Feedback der Hochschulen, sowie die gute Medienberichterstattung zeigen, hat die Virtualisierung der Zusammenarbeit aufgrund der Pandemie-Situation den Erfolg der Zusammenarbeit nicht geschmälert.
Wir sind daher stolz, dass wir erneut einen Beitrag zur Professionalisierung der Evaluation im internationalen Kontext leisten konnten und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit der GIZ bei der Entwicklung eines Trainingskonzepts für Regierungsmitarbeiter*innen, das bis Ende November 2021 konzipiert werden soll.

Hier geht es zum offiziellen Bericht der GIZ zum GIZ SD Projekt auf Facebook.
Hier geht es zum Videobericht der VTC1 auf der GIZ Facebook-Seite.

 


21.10.2021

Prof. Dr. Reinhard Stockmann gibt theoretischen Input bei der ersten IPDET Global Outreach Aktivität!

Um sicherzustellen, dass die Entwicklung der Evaluierungskapazitäten den lokalen Kontext widerspiegelt, weitete IPDET auf Basis der kürzlich entwickelten Global Outreach Strategy seine Aktivitäten auf der ganzen Welt aus.
Unter maßgeblicher Federführung des CEval hat nun die erste virtuelle Serie von Aktivtäten begonnen: Im Fokus stehen dabei Parlamentarier:innen und wissenschaftliche Angestellte von Parlamenten in der Asien-Pazifik-Region.
Während der ersten Veranstaltung, welche von knapp 120 Teilnehmenden besucht wurde, gab Prof. Dr. Reinhard Stockmann, Direktor des CEval, Mitglied der IPDET Steering Group, Mitimplementator und Hauptautor der IPDET Global Outreach Strategy, den wissenschaftlichen Input und leitete darüber hinaus das Panel mit politischen Entscheidungsträger:innen aus Kirgistan, Sri Lanka sowie Uganda.

Die Videoaufzeichnung und weitere Details zur ersten IPDET Global Outreach Aktivität finden Sie hier


18.05.2021

Evaluation - hoher Nutzen kontra Aufwand und Kosten – Dr. Vera Hennefeld im Interview mit Karin Bruns für die Zeitschrift "LUCINA – Magazin zur Traditionellen Lehre der Hebammen- und Entbindungskunst".

Die Methode der Evaluation ist zwar ganz aktuell in vieler Munde, de facto wird sie aber in Deutschland immer noch schlecht angenommen. Dr. Vera Hennefeld, die sich am einzigen Institut in Deutschland mit explizit diesem Schwerpunkt in Anwendung, Forschung und Lehre, dem Centrum für Evaluation (CEval) in Saarbrücken, unter anderem der Evaluationsforschung widmet, spricht über fehlende Evaluationen während der Corona-Krise, die immer noch zu geringe Akzeptanz von Evaluation und die Aufgaben dieser Disziplin in der Medizin- und Hebammenforschung.“

Das gesamte Interview finden Sie hier.

 


24.03.2021

Neues Weiterbildungsprogramm zu M&E der Gesellschaft für Nachhaltige Entwicklung in Kooperation mit dem CEval.

Seit Februar 2021 unterstützt das CEval die Gesellschaft für Nachhaltige Entwicklung (GNE) mit dem neuen englischsprachigen Online-Trainingsprogramm Coordinator in Monitoring & Evaluation in der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe. In der siebenmonatigen Ausbildung, inklusive eines dreimonatigen Praktikums, lernen die Teilnehmenden in theoretischen und praktischen Lektionen, wie sie die Konzepte und Methoden der Evaluation nutzen können, um die Wirkung von Projekten der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe zu messen. Die Basismodule zu Monitoring, Evaluation, Accountability und Learning (MEAL), zur qualitativen Datenerhebung und -analyse sowie zur quantitativen Datenerhebung und -analyse werden alle vier Monate wiederkehrend von den Trainern des CEval gehalten.

Diese Kooperation mit der GNE ergänzt das breite Trainingsangebot des CEval. Neben der Bereitstellung von maßgeschneiderten Evaluationstrainings für Organisationen bietet das CEval die beiden Masterstudiengänge Master (Blended Learning) of Evaluation (MABLE) und den postgraduierten Studiengang Master of Evaluation an. Zusätzlich führt das CEval unter dem Dach der Global Evaluation Initiative (GEI) gemeinsam mit dem Zentrum für universitäre Weiterbildung (ZUW) der Universität Bern das International Program for Development Evaluation Training (IPDET) durch.