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Aktuelles

14.02.2018

Treffen an der Universität von Costa Rica

Vom 5. bis zum 9. Februar fand ein Treffen der Hochschulen Universidad de Costa Rica, Ponteficia Universidad Cátolica del Ecuador (PUCE) und der Universität des Saarlandes in San José (Costa Rica) statt. Die vom DAAD geförderte Hochschulkooperation verfolgt mehrere Ziele: in Costa Rica wurde ein sieben Module umfassendes Online Weiterbildungsprogramm Evaluation entwickelt, das jetzt in Lateinamerika in spanischer Sprache angeboten wird.

 

Dieses Programm basiert auf dem Saarbrücker Master, der ab April 2018 mit der TU Kaiserslautern in englischer Sprache von der Universität des Saarlandes angeboten wird. Außerdem soll im Rahmen der Hochschulkooperation an der PUCE ein vergleichbares Angebot implementiert werden. Weiterer wichtiger Themenpunkt der Kooperation ist das Projekt "Youth Evaluation", das gemeinsam mit dem Deutschen Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit durchgeführt wird. Ziel ist es, jungen, bereits gut ausgebildeten Evaluatoren/innen den Einstieg in die Berufspraxis zu erleichtern. Unter Anleitung erfahrener Professoren wird mit einer kleinen Gruppe junger Evaluatoren/innen eine Evaluation in drei Gemeinden Costa Ricas durchgeführt. 

 

 


14.02.2018

Weiterbildungsprogramm Evaluation in spanischer Sprache entwickelt

Die Universidad de Costa Rica, das dort angesiedelte CICAP und das Centrum für Evaluation der Universität des Saarlandes, haben im Rahmen der vom DAAD geförderten Hochschulkooperation sowie mit der Unterstützung des Deutschen Evaluierungsinstituts der Entwicklungszusammenarbeit, im letzten Jahr ein Weiterbildungsprogramm Evaluation in spanischer Sprache entwickelt. Das Programm umfasst sieben Module, im Umfang von jeweils 30 Arbeitsstunden. Inhaltlich basiert der Kurs auf dem Master für Evaluation der Universität des Saarlandes. Da der vom CICAP der Universidad de Costa rica angebotene Kurs online durchgeführt wird, kann er weltweit genutzt werden. Weitere Informationen finden sich in der beigefügten Broschüre sowie unter: http://cicap.ucr.ac.cr/web/evento/tecnico-virtual-evaluacion/

 


13.12.2017

SDG's stellen neue Anforderungen an die Evaluation

Die 2016 von den Vereinten Nationen verabschiedeten Nachhaltigkeitsziele, die Sustainable Development Goals, waren Thema einer Anfang Dezember in Guanajuato (Mexiko) veranstalteten Konferenz. In der pittoresken Silber- und Goldminenstadt trafen sich Evaluatoren aus der ganzen Welt, um die Herausforderungen der Agenda 2030 für die Evaluation zu diskutieren. 

Guanajuato (Mexiko) mit der Universität Guanajuato

An der von der lateinamerikanischen Evaluationsgesellschaft ReLAC (Netzwerk für Monitoring, Evaluierung und Systematisierung in Lateinamerika und der Karibik), von REDLACME (Red Lationoamericano y Caribe de Evaluación y Monitoreo) und IDEAS (International Development Evaluation Association) durchgeführten Konferenz nach auch das CEval mit einer Reihe von Beiträgen teil. PD Dr. habil Wolfgang Meyer und Prof. Dr. Reinhard Stockmann sowie Lena Taube führten einen Pre-Conference Workshop zum Thema: "Development and Implementation of Monitoring and Evaluation Systems for the SDG's" durch, indem auf die besonderen Herausforderungen für die Evaluation auf systemischer Ebene eingegangen wurde.

Arbeitsgruppe im Workshop
 

In einer der vom CEval ausgerichteten Sessions wurde der "Evaluation Globe: The Americas" vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein weltweites Projekt. Für eine ausgewählte Zahl von Ländern aller Kontinente soll der Institutionalisierungsgrad der Evaluation beschrieben werden, um komparative Analysen zu ermöglichen. Während der Europa-Band bereits in Arbeit ist, wurde nun in Mexiko der "Americas Band", der Süd-, Mittel- und Nordamerika sowie die Karibik umfasst, vorgestellt.

In einem weiteren Workshop wurde die Rolle der Universitätskooperation im Rahmen von Evaluation Capacity Development thematisiert. Stockmann betonte: "In my opinion, the concept of university cooperation is still far too little used for evaluation capicity development. It seems particularly promising to me if it is involved in other support measures and programs such as ours in giz and now DEval projects such as foceval."

PD Dr. habil Meyer befasste sich in der Veranstaltung "Capacity Development and Competenciies for the SDG's" in seinem Vortrag mit den Fähigkeiten und Fertigkeiten, die Evaluatoren aufweisen sollten, damit sie Monitoring- und Evaluationsaufgaben im Rahmen des SDG-Reporting kompetent erfüllen können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Einige Teilnehmer der Veranstaltung von PD Dr. habil Meyer

Gut besucht war das von Stockmann initiierte Panel mit dem Titel "Capacity Building for Evaluating SDG's", bei dem Experten aus Asien, Lateinamerika und Europa ihre Erfahrungen austauschten.

Zu einem Universitätstreffen hatte die Universidad de Costa Rica und das CEval eingeladen, um ein lateinamerikanisches Netzwerk aller Universitäten, die ein akademisches Aus- oder Weiterbildungsangebot in Evaluation anbieten, zu bilden. Stockmann stellte das europäische Pendant vor und entwickelte einen Aufgabenkatalog für zukünftige Aktivitäten.

 

 

 

 

 


27.11.2017

Besuch im Bundeskanzleramt mit einer Studierendengruppe des Masterstudiengangs Evaluation

 

Studierende des Masterstudiengangs Evaluation diskutierten am 17.11.2017 mit Mitarbeitern/innen des Bundeskanzleramtes in Berlin über den Nutzen von Evaluationen für Regierungshandeln.

Susanne Baltes, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Bundeskanzleramtes, stellte zunächst in einem Vortrag ihr Projekt "Wirksam regieren" vor, das unter dem Motto "Mit Bürgern - für Bürger" die Zielgenauigkeit und Wirksamkeit politischer Vorhaben erhöhen möchte.

Anschließend berichtete Stephan Naundorf, Mitarbeiter der Geschäftsstelle "Bürokratieabbau" über Bürokratieabbau und Gesetzesfolgenabschätzung auf Bundesebene. Eine Initiative, die bewirken soll, dass Gesetze in Deutschland einfacher, besser zu verstehen und wirksamer sein sollen.

An beide Vorträge schloss sich eine rege Diskussion der Teilnehmenden, die teilweise bereits im Evaluationskontext arbeiten oder auch durch das Studium der Evaluation eine Tätigkeit in diesem Bereich anstreben, an.

Abgerundet wurde der Tag durch eine Führung durch das Bundeskanzleramt mit interessanten Einblicken in Aufbau und Struktur des dortigen Arbeitsalltages.

 

 

 

 


06.10.2017

Nationaler Evaluationsbeirat gefordert

 

© Clemens Hess

Während des 20. Kongresses des deutschsprachigen Evaluationsverbandes DeGEval Ende September wurde ein nationaler Evaluationsbeirat gefordert, wie er in anderen europäischen Ländern bereits existiert. Grund dafür ist die mangelnde Durchführung von Evaluationen in Deutschland. Der Hauptredner Prof. Dr. Reinhard Stockmann von der Universität des Saarlandes nannte Deutschland in Sachen Evaluation ein Entwicklungsland.

Während in anderen Ländern Evaluationen als Grundlage für politische Entscheidungen genutzt werden, gibt es in Deutschland nicht nur einen gesetzlichen Notstand, sondern vor allem auch ein Vollzugsdefizit. Dieses wird vom Bundesrechnungshof immer wieder beklagt und verlangt, dass Ministerien und Behörden Evaluationen durchführen, um die Wirksamkeit sozialer und politischer Programme und Gesetzt zu überprüfen. Leider ohne viel Erfolg!

 

 

Deshalb fordert Stockmann die Einrichtung eines nationalen Evaluationsbeirats, der dem Thema Gewicht verleihen könnte. Gerade in Zeiten, in denen Fakten als Basis für politische Entscheidungen aus der Mode zu kommen scheinen, könnte ein solcher Beirat ein starkes Zeichen setzen. Der Beirat könnte Regierung und Parlament dabei unterstützen, die gesetzlichen Grundlagen für Evaluation zu verbessern und das bestehende Vollzugsdefizit zu überwinden. Zudem könnte ein solcher, aus Wissenschaftlern zusammengesetzter Beirat, die Qualität der durchgeführten Evaluationen in fachlicher wie methodischer Hinsicht beurteilen und Empfehlungen für Verbesserungen aussprechen. Da der Bundesrechnungshof kein Mandat für Evaluationen hat, gäbe es mit diesem auch keine Kompetenzüberschneidungen.

Stockmann stellte fest, dass das Interesse des Parlaments in den letzten drei Regierungsperioden stark zugenommen hat. Dies lässt sich an der zunehmenden Zahl parlamentarischer Anfragen, sowie den Drucksachen und Protokollen des Bundestags erkennen.

 

Deshalb schätzt er die Chancen für die Initiative zur Einrichtung eines solchen Beirats nicht schlecht ein. Der Saarbrücker Professor meint: "Wenn wir die Chance der bevorstehenden Koalitionsverhandlungen jetzt nicht nutzen, dann werden wir weitere vier Jahre verlieren."

 

© Clemens Hess